Farbe der Tasse von Rooibostee

Rooibostee aus Südafrika

Rooibostee ist eines der bekannten Exportgüter aus Südafrika. Er wird auch Rotbusch genannt und wird hauptsächlich im Westen des Landes angebaut. Die geernteten Zweige des Busches werden zerkleinert und fermentiert, wodurch sie ihre spezielle Farbe und Geschmack erhalten. Es gibt aber auch grünen Rooibostee, welcher nicht fermentiert wird und komplett anders schmeckt. Dieser Beitrag ist dem fermentierten Rooibos gewidmet, in Zukunft ist auch ein Beitrag über die grüne Variante geplant.

Die Rohware

Gekauft habe ich den Tee bei meinem Lieblingsgeschäft Teesalon Tête à Tee in Wien. Den Tee besitze ich schon länger, weshalb ich mich nicht mehr genau an den Preis erinnern kann. Rooibos ist jedoch generell ein eher preiswerter Tee und 100 g kosten meist um die 5 € herum. Bei meiner Long Cut Extra Version des Tees waren sehr schön die gehackten Teile der Zweige zu sehen. Ich mag die gröber gehackte Version dieses Tees lieber, weil ich finde, dass er insgesamt feiner schmeckt als die komplett klein gehäkselte Variante.

Rooibos Tee Long Cut
Klein gehackte Rooiboszweige

Die Zubereitung

Für meine Verkostung habe ich 12 g des Tees in meine Teekanne eingewogen und mit 1 L kochendem Wiener Leitungswasser aufgegossen. Ziehen gelassen habe ich den Tee für 8 Minuten, danach habe ich ihn über ein Metallsieb in eine andere Teekanne überführt. 12 g erscheint mir im Nachhinein etwas viel, im Alltag ohne Verkostung würde ich wahrscheinlich nur rund um die 6-8 g/L verwenden.

Rooibostee schneit in der Teekanne schön der Oberfläche herab
Rooibostee nach dem Aufguss
Rooibos nach dem Aufguss

Die Sensorik

Der Rotbuschtee lieferte eine wunderschöne rotbraune Farbe der Tasse.

Farbe von Rooibostee
Die wunderbare Farbe von Rooibostee

Der Tee roch herrlich nach Vanille. Vom Geschmack her war er mild, fruchtig, süßlich und vanilleartig.

Die Wirkung von Rooibostee

Rooibostee enthält kein Koffein und eignet sich daher zu jeder beliebigen Tageszeit als idealer Tee. Er enthält viele bioverfügbare Polyphenole, darunter auch einige Flavonoide. Diese wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Ihm wird ebenfalls eine beruhigende Wirkung nachgesagt weshalb er möglicherweise bei Schlafstörungen helfen kann. Ich habe auch noch ein paar Publikationen gefunden, die der Pflanze Rooibos noch viele weitere Wirkungen attestieren. Sie reichen von der Heilung von Leberschäden, antikanzerogen, als Antidiabetikum, gegen Akne und Ekzeme bis hin zu Herz-Kreislauf-System schützend.

Rooibostee kann leider manchmal auch Pyrolizidinalkaloide enthalten. Diese Inhaltsstoffe stammen nicht selbst vom Rotbusch, sondern von Beikräutern die bei der maschinellen Ernte mitgeerntet werden. Sie haben eine toxische Wirkung. Ebenfalls werden bei Rooibos öfters Pestizidrückstände (innerhalb der Grenzwerte) nachgewiesen. Beide Sachen sind jetzt keine Gründe um in Panik zu verfallen und den Rooibostee wie der Teufel das Weihwasser zu meiden. Jedoch eignet er sich dadurch nicht zum täglichen Konsum, um diese Gifte im Körper nicht zu akkumulieren. Eher ein Tee für den unregelmäßigen Genuss.

Mein Fazit

Ich bin ein großer Freund des Rooibostees. Er ist sehr preiswert und sein milder, lieblicher Geschmack nach Vanille überzeugt mich jedes Mal wieder aufs Neue. Sein Geschmacksprofil ist einzigartig und kann annährend höchstens vom sogar noch günstigeren Lapacho erreicht werden. Für mich ist er auf alle Fälle ein Tee, den ich immer Zuhause bevorratet habe und ab und zu gerne genieße.

Quellen

A. Chevallier, Das große Lexikon der Heilpflanzen, Neuausgabe 2017, Dorling Kindersley Verlag

E. Joubert und D. de Beer, Rooibos (Aspalathus linearis) beyond the farm gate: From herbal tea topotential phytopharmaceutical, 2011, South African Journal of Botany 77, 869–886

de.wikipedia.org/wiki Rooibos aufgerufen am 29.11.2020

rooibos.org/wirkung aufgerufen am 29.11.2020

de.wikipedia.org/wiki/Pyrrolizidinalkaloide aufgerufen am 29.11.2020